Bandscheibenendoprothese
Bei manchen Patienten ist es sinnvoll, stark verschlissene Bandscheiben der HWS und LWS gegen ein künstliches Implantat auszutauschen – vorausgesetzt, es liegt kein Wirbelgleiten und keine Spinalkanalstenose vor. Die künstliche Bandscheibe ist der Anatomie der natürlichen Bandscheibe nachempfunden: die Prothese für die LWS besteht aus zwei leicht gewölbten Metallplatten und einem dazwischen liegenden kugeligen Kunststoffkern. Mit ihrer Hilfe kann der ursprüngliche Bewegungsradius weitgehend wieder hergestellt werden.
Die etwa zweistündige Operation erfolgt im Fall der LWS über den Bauchraum, im Fall der HWS wird der Eingriff über einen kleinen seitlichen Schnitt vorn am Hals durchgeführt. In der Regel können die Patienten die Klinik nach einigen Tagen verlassen.