Betroffene Wirbelsäulenabschnitte

Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule können in allen Segmenten auftreten. Lenden- und Halswirbelsäule sind aber insgesamt häufiger betroffen, da hier die meisten Bewegungen und damit die größten Belastungen auftreten. Werden das Rückenmark oder die Spinalnerven in diesen Segmenten in Mitleidenschaft gezogen, beobachtet man charakteristische Symptome, die dem Arzt Hinweise auf den betroffenen Wirbelsäulenabschnitt geben.

Halswirbelsäule

Die Nerven, die aus dem Rückenmark auf der Höhe der Halswirbelsäule (HWS) austreten, versorgen die Muskeln und die Haut des Halses, der Arme, der Brust und des oberen Rückens. Auch das Zwerchfell, ein wichtiger Atemmuskel, wird von diesen Nerven gesteuert. Entsprechend äußern sich Erkrankungen oder Verletzungen im Bereich der HWS häufig mit Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen in diesen Körperabschnitten.

Das Versorgungsgebiet der Nerven, die auf Höhe der Lendenwirbelsäule (LWS) austreten, umfasst unter anderem die Beine, den unteren Rücken und den Genitalbereich. Auch die Steuerung der Ausscheidungsfunktionen findet teilweise in diesem Rückenmarkssegment statt. Kommt es zu Verletzungen oder Erkrankungen der LWS können Beschwerden auftreten, die bis in die Beine und den Genitalbereich ausstrahlen, bisweilen kann es sogar zur Inkontinenz kommen.

Die im Folgenden dargestellten Krankheitsbilder können – sofern nicht anders beschrieben – alle Segmente der Wirbelsäule gleichermaßen betreffen.