Diagnose von Wirbelsäulenerkrankungen

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Um festzustellen, ob und welche Wirbelsäulenerkrankung für Ihre Beschwerden verantwortlich ist, ist eine gründliche Untersuchung durch Ihren Arzt notwendig. Zur Diagnostik zählen neben einem ausführlichen Gespräch eine Reihe körperlicher und apparativer Untersuchungen.

Beim ersten, sogenannten Anamnesegespräch wird Ihr Arzt gezielte Fragen zu Ihren Beschwerden, Ihrer körperlichen Belastung am Arbeitsplatz und in der Freizeit stellen. Äußerlich sichtbare Verformungen oder Fehlstellungen der Wirbelsäule kann er in der folgenden körperlichen Untersuchung feststellen. Eventuell bittet Ihr Arzt Sie auch, bestimmte Bewegungen auszuführen: anhand Ihrer Beschwerden und Bewegungsmuster kann er Rückschlüsse über betroffene Strukturen ziehen. Entzündliche Erkrankungen lassen sich mithilfe von Bluttests feststellen.

Folgende apparative Standardverfahren geben dem Arzt weitere Hilfe bei der Suche nach der Ursache Ihrer Beschwerden:

Röntgenuntersuchung

Mit diesem wichtigen Untersuchungsverfahren werden die knöchernen Strukturen mithilfe von Röntgenstrahlen dargestellt. Hartes Gewebe wie Knochen hinterlässt einen weißen Schatten auf dem Röntgenfilm. Die Qualität der Bandscheiben ist auf dem Röntgenbild nur indirekt durch den Abstand zwischen zwei Wirbelkörpern zu erkennen. Aufnahmen, auf denen der Patient nach vorn oder hinten geneigt ist, können dem Arzt eine mögliche Instabilität zwischen zwei oder mehreren Wirbelkörpern erkennen lassen.

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie erstellt digitale Schichtbilder mithilfe von Röntgenstrahlen, die den Körper aus unterschiedlichen Winkeln durchleuchten. Der Computer berechnet aus den gesammelten Daten feine Schnittbilder, die im Unterschied zur normalen Röntgenuntersuchung auch Informationen über weiche Körperstrukturen gut sichtbar abbilden. Die Untersuchung dauert je nach Körperregion fünf bis fünfzehn Minuten.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie (MRT) erzeugt – ähnlich wie die Computertomographie – Schnittbilder des Körpers. Bei der MRT werden statt Röntgenstrahlen elektromagnetische Wellen eines starken Magneten verwendet. Ein Computer erzeugt auf einem Monitor aussagekräftige Schnittbilder von Organen und Gewebe in jeder Ebene. Selbst feinste Einzelheiten von Knochen, Rückenmark und Bandscheiben werden sichtbar.

Ob Bedarf für weitere, spezielle Untersuchungen besteht, legt der Arzt anschließend fest.